9:15 – 10:00 Info Workshops, Morgen Jour fixe & Frühstück
10:00 – 13:00 Workshops
13:00 – 15:00 Mittagspause
15:00 – 18:00 Workshops
20:00 Musikabend

Workshops Vormittag

• Cathrin Hermann: Frauenrechte: Kampf um die Gleichstellung und um die Straffreiheit der Abtreibung
• Julia Maria Rohn: „Sexism on Sale“ – der Workshop zur Ausstellung
• Beatrice Fischer: Sprache für eine geschlechtergerechte Welt
• Sol Haring & Anita Mörth: SHEtube. Digitaler Film als Mittel zur Selbstrepräsentation.
• Leni Kastl: Feministische Literatur der 1970er und 1980er Jahre

Workshops Nachmittag

• Elisabeth Günther: Wessen Technik? Unsere Technik?!
• Ursula Keutmann-Plessas: Selbstwert entdecken, stärken und schützen
• Elke Hecher: EIN BLICK recht der frau
• Heidrun Rader: Ganz schön ich – Gesundheit und Körperbewusstsein junger Frauen
• Monika Bloss: Musik und Feministische Bewegung: Von der Frauenmusik in den 1970ern bis zu den Riot Grrrls, oder: Wie weiblich/politisch/persönlich ist Musik?

Vormittag

Frauenrechte: Kampf um die Gleichstellung und um die Straffreiheit der Abtreibung

Wer?
Cathrin Hermann
Wo?
HS V (1. Stock)
Was?
„Gewiß, das sozialdemokratische Parteiprogramm verlangt die politischen Rechte für alle Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechtes; und jeder Parteigenosse weiß dies. Wir meinen aber, mit dem am Papierstehen und mit dem Wissen allein ist es nicht genug. […] Wir, die sozialdemokratische Partei wollen ja keine Frauenbewegung, sondern in unseren Reihen, gemeinsam mit uns kämpfend, organisierte sozialdemokratische Arbeiterinnen. “ So eine Stelle des am 18. Jänner 1985 erschienen Leitartikel über Wahlrechtfragen in der Arbeiterinnen-Zeitung. Das stellt die Frage, warum die in der Sozialdemokratischen Partei organisierten Frauen keine Frauenbewegung sein wollten. Oder warum die Genossen an die parteieigenen Forderung nach dem Frauenwahlrecht erinnert werden mußten.
Dieser und anderer Fragen, wie beispielsweise nach weiblicher Erwerbstätigkeit, nach Eheschließung und -scheidung aber auch nach der Situation von ungewollt Schwangeren wird in diesem Kurs nachgegangen werden.
In einer Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Quellen (Zeitungen, medizinische Texte,…) wird ein Einblick in die Lebenssituation von Frauen in der österreichisch-ungarischen Monarchie und ab der ersten Republik gegeben.

„Sexism on Sale“ – der Workshop zur Ausstellung

Wer?
Julia Maria Rohn
Wo?
SR 32 (EG)
Was?
Der Workshop behandelt die Fotoausstellung „Sexism on Sale“. Ein kurzer Vortrag soll als Anregung zu einer Diskussion über Sexismus im Alltag dienen. Im Anschluss wird ein kleines Fotoprojekt ausgearbeitet, das wir versuchen werden gemeinsam um zu setzten (digitale Pocket-/ Spiegelreflexkamera bitte mitbringen).

Sprache für eine geschlechtergerechte Welt

Wer?
Beatrice Fischer
Wo?
SR 38 (2. Stock)
Was?
Sprache dient nicht nur der Kommunikation. Sie dient als Mittel der Kommunikation dem Austausch unserer Gedanken über die Realität. Jede Sprache dient also vor allem der Vermittlung, Konstruktion und Reproduktion einer Wirklichkeit.
In diesem Workshop sollen kreative und experimentelle Möglichkeiten für einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch vorgestellt und ausgearbeitet werden. Zudem wird es auch die Möglichkeit geben, gemeinsam über geschlechtergerechte Sprache (und weitere politische Handlungsformen) für eine geschlechtergerechte Welt zu diskutieren.

SHEtube. Digitaler Film als Mittel zur Selbstrepräsentation

Wer?
Sol Haring & Anita Mörth
Wo?
SR 36 (1. Stock)
Was?
Dieser Workshop beinhaltet Informationen und praktische Übungen für Frauen und Transgenderpersonen, die sich mit der digitalen Filmtechnik beschäftigen wollen, um dieses Medium als (Selbst)Repräsentationsmöglichkeiten zu nutzen.
Der drei Stunden dauernde Workshop bietet die Gelegenheit, kurze Filmszenen zu konzipieren und sie mit digitalen Kameras zu drehen. Dabei werden die Positionen „vor“ und „hinter“ der Kamera ausprobiert. Die Teilnehmerinnen werden in kleine Filmcrews aufgeteilt, um sich bei Konzept und Dreh zu unterstützen.
Der Arbeitschritt „Capturen“ (Daten für die Bearbeitung mit dem Computer vorbereiten) wird gemeinsam an ausgewählten Szenen erprobt. Videoeditieren (Schneiden) und Rendern (zum Film rechnen), sowie Uploaden (für das Internet aufbereiten) werden kurz demonstriert, um auch die unterschiedlichen Möglichkeiten darzustellen.

Feministische Literatur der 1970er und 1980er Jahre

Wer?
Leni Kastl
Wo?
HS V (1. Stock)
Was?
Die feministischen Kultbücher der 1970er und 1980er Jahre – Bücher, die viele Frauen lasen und sich darüber verständigten: Welche Inhalte und Analysen bewegten Feministinnen in den Anfängen der Frauenbewegung und wie haben sie diese stilistisch verpackt?

Nachmittag

Wessen Technik? Unsere Technik?!

Wer?
Elisabeth Günther
Wo?
SR 36 (1. Stock)
Was?
Vielerorts wird konstatiert, dass es zu wenige Frauen in der Technik gibt und dass dies ein Mangel sei, der zu beheben wäre. So gibt es Frauenförderungsprogramme, Coachings, Stipendien und vieles mehr, um den Frauenanteil in technischen (und z.T. auch naturwissenschaftlichen) Studienrichtungen und Wissenschaftsgebieten zu heben. Ganz vergessen wird dabei zu fragen, wie Technik eigentlich aussehen soll. Sind die technischen Errungenschaften heute wirklich die, die wir wollen und brauchen? So argumentierte z.B. Angela Davis in den 1970ern, dass einer Automatisierung von Haushaltsarbeit eigentlich nichts im Wege stehen könnte, wenn der Wille da wäre die richtigen technischen Geräte dafür zu entwickeln.
Donna Haraway – z.B. – hat im Cyborg Manifest als eine unter vielen festgehalten, dass „Wissenschaft und Technologie neue Quelle der Macht darstellen, und daß auch wir auf neue Quellen der Analyse und des politischen Handelns angewiesen sind.“ Technik beeinflusst unser alltägliches Leben, und es wird daher Zeit mal (wieder) gemeinsam darüber zu diskutieren, was Technik uns bringen kann, wo sie unser Leben erleichtern kann bzw. derzeit eben nicht, was wir für eine Technik wollen und was wir eigentlich nicht wollen.

Selbstwert entdecken, stärken und schützen

Wer?
Ursula Keutmann-Plessas
Wo?
HS XII (EG)
Was?
„Selbstwertgefühl ist die Disposition, sich selbst als kompetent im Umgang mit den grundlegenden Herausforderungen des Lebens zu erfahren, und dass man es wert ist und es verdient, glücklich zu sein.“ (N. Branden)
In diesem Workshop wollen wir gemeinsam einen freundlichen und klaren Blick wagen auf unsere Stärken und Schwächen. Jede Teilnehmerin hat die Möglichkeit, Lust auf ein positives Selbstkonzept zu gewinnen und festgefahrene Haltungen zu hinterfragen. Theoretische Inputs, kreatives Arbeiten und respektvolle Gruppenarbeit zeigen uns innere Quellen und äußere Einflussfaktoren auf.
Heutige Gesellschaftsformen sind geprägt von einer Vielfalt an Lebensstilen, Normen und Werten. In diesem Spannungsfeld zwischen persönlicher Freiheit und notwendiger Anpassung an die Umwelt finden wir Gestaltungsspielraum für unsere Lebensqualität.

EIN BLICK recht der frau

Wer?
Elke Hecher
Wo?
SR 38 (2. Stock)
Was?
Mittels verschiedener Medien werden Themen zu Frauenrechte gestreift mit den Schwerpunkten: Ursprung, Arbeitsrechte, sexuelle Rechte und Gewalt. Diskussionen und Gruppenarbeit sind erwünscht.

Ganz schön ich – Gesundheit und Körperbewusstsein junger Frauen

Wer?
Heidrun Rader
Wo?
SR 32 (EG)
Was?
Die Adoleszenz ist für Mädchen und junge Frauen eine aufregende und herausfordernde Lebensphase voller Veränderungen.
Durch mädchenspezifische Gesundheitsförderung können Mädchen in einer positiven Bewältigung dieser Veränderungen unterstützt und gestärkt werden.
Die Erfahrung aus der Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen zeigt, dass es für sie zentral ist, sich mit ihrem Körper zu beschäftigen. Körperhaare entfernen, nicht dick werden, Mode, Styling nach den neuesten Trends, gesunde Ernährung, Sport treiben, Sexappeal ausdrücken. Schönheitsideale sind verinnerlicht und werden kaum hinterfragt. Kaum ein Mädchen merkt, wie viel Zeit das Design des eigenen Körpers in Anspruch nimmt.
Die Erfahrung zeigt auch, dass eine große Kluft herrscht, zwischen dem Körperstyling von Mädchen und der Selbstwahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Empfindungen.

Theorieinputs zur Lebensphase Adoleszenz und mädchenspezifischer Gesundheitsförderung wechseln sich ab, mit Schilderungen aus der praktischen Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen. Dazu interaktive Methoden, Selbsterfahrungselemente und Diskussionen zu den Themen Schönheitsideale, Körpernormen und Körpergefühl.

Musik und Feministische Bewegung: Von der Frauenmusik in den 1970ern bis zu den Riot Grrrls, oder: Wie weiblich/politisch/persönlich ist Musik?

Wer?
Monika Bloss
Wo?
HS L (Lessingstraße)
Was?
Seit den frühen siebziger Jahren fanden sich (auch in Deutschland) viele Frauen, die ihr politisches Engagement und gemeinsames Musizieren verbanden Es entstanden – auch in Abgrenzung und Opposition zur männlich dominierten Rockmusik – spezifische musikalische Ausdrucksformen, die an klassische Liedtraditionen anknüpfte und zum Teil bewusst auf die Verwendung elektronisch verstärkter Instrumente verzichtete.
Parallel dazu gelang es einigen Musikerinnen, sich erfolgreich im Rockgeschäft zu behaupten und dabei auch frauenspezifische Themen anzusprechen.
Etwa fünfzehn Jahre später ging von den USA mit den Riot Grrrls eine Initiative aus, die ebenfalls musikalische Profession und politische Aktion auf der Grundlage eines feministischen Manifests verbanden.
Wir sehen und hören uns Beispiele aus diesen Zeiten an und diskutieren unsere Wahrnehmungen, Erfahrungen und Gedanken zu den Fragen, wie weiblich, persönlich und/oder politisch Musik sein kann/sollte.