9:15 – 10:00 Info Workshops, Morgen Jour fixe & Frühstück
10:00 – 13:00 Workshops
13:00 – 14:00 Mittagspause
14:00 – 15:00 Abschlussplenum
16:00 Rathausempfang

Workshops Vormittag

• Lisa Horvath: Gender in der Werbung
• Jenna Grasser: Frauenkunst – matriarchales Kunstverständnis
• Tihana Migic: Feminismus und die südosteuropäische Medienkunst
• Anita Prettenthaler-Ziegerhofer: Die „alte“ und die „neue“ Frauenfrage

Vormittag

Gender in der Werbung

Wer?
Lisa Horvath
Wo?
SR 36 (1. Stock)
Was?
In diesem Workshop werden Genderunterschiede in der Körpersprache und die gezielte Verwendung in der Werbung behandelt. Durch die Beschäftigung mit Werbung (TV-Spots & Print-Medien) und der Analyse dieser soll ein kritischer Blick, eine Sensibilisierung für die stereotype Darstellung von Weiblichkeit und Männlichkeit in der Werbung stattfinden. Es werden selbständige Analysen von Werbematerialien in der Gruppe vorgenommen.

Frauenkunst – matriarchales Kunstverständnis

Wer?
Jenna Grasser
Wo?
SR 38 (2. Stock)
Was?
Die ersten gefundenen menschlichen Figuren waren Frauengestalten, heute interpretiert als Muttergöttinnen. Gefertigt wurden diese in matriarchalen Kulturen. Mit der Entstehung patriarchaler Gesellschaften verschwanden die Göttinnen und an ihre Stelle traten Vater-Götter. So wie matriarchale Gesellschaften völlig anders strukturiert waren als patriarchale, so verschieden war auch das Kunstverständnis. Kunst war Praxis und magische Handlung. Sie war eingebunden in Rituale und in das Alltagsleben. Kunst war Öffentlichkeit und repräsentierte die soziale Realität und die Politik. Sie verband alle Bereiche miteinander. Im Patriarchat wird Kunst gezähmt, zu einem formalen Akt, herausgerissen aus den Ritualen, für die Rechtfertigung der Macht missbraucht. Sie verkommt zur Ideologie. Kunst soll der Herrschaft dienen und diese aufrechterhalten. Frauen werden aus der Kunst vertrieben und den männlichen Kunstnormen untergeordnet. Die Weiblichkeitsbilder werden von Männern konstruiert und den Frauen übergestülpt.
Was bedeutet Kunst im matriarchalen Zusammenhang? Wie entwickelt sich die Kunst, aus matriarchaler Perspektive, im Patriarchat? Welche Rolle spielen Frauen in der Kunst, als Objekt und Kunstschaffende? Wie können Frauen wieder zu Kunst-Schöpfenden werden? Mit diesen Fragen möchte ich in eine Diskussion mit den Teilnehmerinnen einsteigen.

Feminismus und die südosteuropäische Medienkunst

Wer?
Tihana Migic
Wo?
SR 32 (EG)
Was?
Ein Teil des Workshops soll die Vorstellungen der Teilnehmerinnen über die Region der Nachfolgestaaten Jugoslawiens reflektieren – mit allen der uns zur Verfügung stehenden Mittel von zeitgenössischen (Massen-)Medien.
Zudem sollen die feministischen Tendenzen dieser südosteuropäischen Region und ihr (medien-)künstlerischer Ausdruck zum Zuge kommen. Es werden die „Pionierinnen“ der 60-iger und 70-iger Jahre vorgestellt, sowie die junge kreative Szene. Ein Augenmerk wird auf die Konstruktion und Repräsentation von Geschlecht in den Massenmedien und der Jugoslawien-Kriege der 90er Jahre gelegt, so wie die aktionistische Antwort der KünstlerInnen.

Die „alte“ und die „neue“ Frauenfrage

Wer?
Anita Prettenthaler-Ziegerhofer
Wo?
HS XII (EG)
Was?
Der Vortrag ist geschlechterrechtlich-ideengeschichtlich orientiert und wird sich mit der Darstellung der „alten“ und „neuen“ Frauenbewegung befassen sowie die Unterschiede beider Bewegungen herausarbeiten. Danach soll die Frage geklärt werden, welche Forderungen der beiden Bewegungen verwirklicht worden sind. Wir werden uns mit Themen wie etwa politische Rechte oder Bildung für Mädchen und Frauen auseinandersetzen, aber auch mit dem Thema Selbstbestimmung über den eigenen Körper „Mein Bauch gehört mir“ und mit der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Vortrag dient als Grundlage für die Diskussion!