9:15 – 10:00 Info Workshops, Morgen Jour fixe & Frühstück
10:00 – 13:00 Workshops
13:00 – 15:00 Mittagspause
15:00 – 18:00 Workshops
20:00 Abschlussfest

Neu:
Burghild Gerhold – „Empowerment und Capacitacion (Bildung) als wichtige Befähigungen der Frauen in Zentralamerika gegen Arbeitslosigkeit und Gewalt in der Familie – und bei uns?? am Nachmittag

Workshops Vormittag

• Kirstin Eckstein & Ulla Sladek: Gender Statistik: Sichtbarmachen von Machtverhältnissen (1. Teil)
• Marlene Eibel: A room2Be-Come
• Leni Kastl: Geschenkökonomie nach Genevieve Vaughan
• Anita Thaler: Technikbilder – Geschlechterbilder. Repräsentationen von Technik und Geschlecht in Jugendzeitschriften
• Ursula Keutmann-Plessas: Altern als Konfliktfall?

Workshops Nachmittag

• Bianca Friesenbichler: Utopie: Kraft für die feministische Arbeit
• Heidi Gekle-Schneeberger: Berufliche Selbstverwirklichung für Frauen
• Kirstin Eckstein & Ulla Sladek: Gender Statistik: Sichtbarmachen von Machtverhältnissen (2. Teil – siehe Vormittag)
• Karin Hügel: Weibliche Homoerotik und Hebräische Bibel
• Petra Unger: Gender im Blick – Geschlechterkonstruktionen in Kunstmuseen und im öffentlichen Raum
• Christina Pernsteiner: Und es gibt sie doch! Frauen, die einparken und Männer, die zuhören können
• Burghild Gerhold: „Empowerment und Capacitacion (Bildung) als wichtige Befähigungen der Frauen in Zentralamerika gegen Arbeitslosigkeit und Gewalt in der Familie – und bei uns??

Vormittag

Technikbilder – Geschlechterbilder. Repräsentationen von Technik und Geschlecht in Jugendzeitschriften

Wer?
Anita Thaler
Wo?
SR 32 (EG)
Was?
Der Ausgangspunkt des Workshops bildet ein Arbeitspaket des derzeit laufenden EU-Projektes MOTIVATION (www.motivation-project.com) zu „Jugendliche, Geschlecht und NuT in Medien“. NuT ist die Abkürzung für Naturwissenschaft und Technik, also Themen, die als Zukunftsjobfelder gelten, deren Attraktivität als Studienfächer in vielen europäischen Ländern jedoch trotzdem eher gering ist.
Berufsentscheidungen von Jugendlichen werden unter anderem von Medienrepräsentationen dieser Berufe beeinflusst. Deshalb können z.B. Jugendzeitschriften als aktuelle, informelle Berufsberatung junger Menschen betrachtet werden. Deshalb wurden im Jahr 2008 in allen am Forschungsprojekt beteiligten Partnerländer (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Schweden, Slowakei, Spanien) populäre Jugendzeitschriften nach vorgegebenen Kriterien untersucht.
In diesem Workshop erkläre ich zunächst den Studienaufbau und das verwendete Instrument für die Medienanalyse. In einem zweiten Teil analysieren Teilnehmerinnen selbst deutschsprachige Jugendzeitschriften mit der Blickrichtung „Technikbilder und deren geschlechtliche Inszenierungen“. Und im letzten Teil des Workshops vergleichen wir gemeinsam die Analyseergebnisse der Teilnehmerinnen mit den Resultaten der über 1000 analysierten Technikbilder aus MOTIVATION.

Altern als Konfliktfall?

Wer?
Ursula Keutmann-Plessas
Wo?
HS XII (EG)
Was?
Das öffentliche Bild des Alterns ist derzeit geprägt von extremen Gegensätzen: Einerseits als Ergebnis großer Fortschritte der Medizin zur Verzögerung des Alterungsprozesses und als bedeutender Wirtschaftfaktor. Zum anderen mit bedrohlichen Szenarien einer überalterten Gesellschaft mit einhergehender Rentenproblematik und einem „Krieg der Generationen“ um die ökonomische Verteilung geringer werdender Ressourcen.

In diesem Workshop wollen wir hinschauen auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Prozess des Älterwerdens. Die Pluralität weiblicher Lebensformen im Bemühen, Berufs- und Familienwünsche abzuwägen, bringt unterschiedliche Anforderungen, Risiken und Möglichkeiten mit sich. Ausgehend von verschiedenen Modellen aus der Alternsforschung werden wir persönliche Leitbilder für eine selbst bestimmte Alternsperspektive entwickeln.

Gender Statistik: Sichtbarmachen von Machtverhältnissen (1. Teil)

Wer?
Kirstin Eckstein & Ulla Sladek
Wo?
SR 36 (1. Stock)
Was?
Wenn es um Gleichstellung von Frauen und Männern geht, sind gendersensible Daten von großer Bedeutung. Sie bieten wertvolle Grundlagen, um auf einer soliden Basis arbeiten zu können: Mit Daten können der Ist-Zustand erhoben, Zusammenhänge untersucht, Vergleiche angestellt, Anliegen argumentiert und Fortschritte erkennbar gemacht werden. Daten schärfen das Bewusstsein für genderrelevante Themen und liefern eine wertvolle Grundlage für politische Ziele, Programme und Maßnahmen. Mit diesem Workshop wollen wir zeigen: Statistik muss keine staubtrockene Angelegenheit sein. Im Gegenteil: Statistik ist in Zahlen gegossene Realität. Sie macht dominante Strukturen sichtbar, bildet eine Entscheidungsbasis und hilft, Veränderungen voranzutreiben.
Grundlagen zum Lesen und verstehen von Statistiken werden anhand von Beispielen vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Prozentwerte, Mittelwerte und Skalenniveaus sind genauso Inhalt wie Gender Gaps, Einkommensschere und Quoten. Dem Ganzen nähern wir uns anhand von Tabellen, Grafiken und Interpretationen zu geschlechterrelevanten Themen an.

A room2Be-Come

Wer?
Marlene Eibel
Wo?
SR 38 (2. Stock)
Was?
Ziel/ my Intentions/my purpose
Laufend unter Achse1 „STOP SEXISM“ ist ZIEL
ein vielseitiger, vernetzender Blick durch ein dialogisches Design unterschiedlicher Perspektiven in einem Raum
What will happen?

Wir in einem Raum mit Blickwinkel
…nach INNEN
(individuelle Sichtweisen)
…nach AUSSEN
(schärfende Inputs über das Bundesrechtes; Definition v. Diskriminierung& Sexismus; Informationen einer Polizistin)

„Sichtbar machen von Unsichtbaren“
-) in Kunstbereichen- ART
(Werbebranche, Musik)
-) von neuer Forschung& Kommunikation- SCIENCE
(News; Aktionen von Frau für Frau; Trieb vs. Macht; Gleichbehandlung/berechtigung.EU-Gesetzte; Gender;)
– ) Er-greifbar machen von H.E.L.P.
5places2get he.l.p. (Institute)
5spaces2get informed (Gesetze)

Geschenkökonomie nach Genevieve Vaughan

Wer?
Leni Kastl
Wo?
HS V (1. Stock)
Was?
Schenken orientiert sich am Bedürfnis, nicht am Profit und entspringt dem Feld der Mütterlichkeit, was auch mit Fürsorglichkeit neutraler bezeichnet werden könnte. Dieses Prinzip ist ebenso weit praktiziert wie abgewertet, weil es auf Qualität statt auf Quantität beruht.
Das Gegenprinzip des Schenkens ist der nur scheinbar gerechte Tausch, letztlich ein kalkuliertes Geben-um-zu-nehmen und patriarchal ausgerichtet.
G. Vaughan hat ein Theoriekonzept entwickelt, das sowohl soziale Beziehungen als ökonomisches Handeln analysiert. Ich möchte euch diese Theorie vorstellen und gerne – auch kritisch – diskutieren und auf ihre Umsetzbarkeit überprüfen.

Nachmittag

„Empowerment und Capacitacion (Bildung) als wichtige Befähigungen der Frauen in Zentralamerika gegen Arbeitslosigkeit und Gewalt in der Familie – und bei uns??

Wer?
Burghild Gerhold
Wo?
SR Lessingstraße
Was?
Seit 1992 besteht in Nicaragua das Stipendienprogramm MIRIAM, von Mag. Doris, HUBER, einer österr. Entwicklungshelferin gegründet, die damit Ausbildungsabbrecherinnen die Matura und/oder das Studium ermöglicht hat. Inzwischen hat sich das Stipendien – Programm zu einer maßgeblichen NGO in Nicaragua und Guatemala ausgeweitet, die ihre positive Wirkung in der Zivilgesellschaft beider Länder ausübt. Empowerment ist der Terminus, der in Persönlichkeitsbildendungsseminaren geübt wird und Frauen ermutigt, auf die Gestaltung ihrer Gesellschaft Einfluss zu nehmen und jahrhundertelange Unterdrückung abzuwerfen- mit ermutigendem Erfolg.

Berufliche Selbstverwirklichung für Frauen

Wer?
Heidi Gekle-Schneeberger
Wo?
SR 32 (EG)
Was?
Für Frauen, die sich auf die Suche nach ihrer eigenen Berufung machen und ihre beruflichen Wünsche, Visionen und Träume entdecken möchten…

Inhalte:

• Welche beruflichen Visionen und Träume habe ich und wie können sie Realität werden?
• Wie erkenne ich meine Fähigkeiten, Stärken und Potentiale?
• Wie kann ich meine berufliche Karriere planen?
• Was sind meine persönlichen Ängste, die mich behindern?
Methoden:

• Einzel- und Gruppenübungen
• Diskussionen
• Reflexionen

Utopie: Kraft für die feministische Arbeit

Wer?
Bianca Friesenbichler
Wo?
HS XII (EG)
Was?
Der Vortrag versucht sich an das Utopische und Visionäre aus einer feministischen Perspektive zu nähern, indem er auf das positive Potential des Utopischen Denkens und dessen Nutzen für die feministische Arbeit eingeht, bereichert durch Passagen aus einem Interview mit einer Feminstin und Visionärin. Utopie wird dabei nicht – wie gewöhnlich – als geschlossenes, statisches und perfektes „Endbild“ einer Gesellschaft, sondern als offener und sich veränderbarer Prozess verstanden. Diese Art von Utopie wirkt motivierend und hat großes Veränderungspotential.

Weibliche Homoerotik und Hebräische Bibel

Wer?
Karin Hügel
Wo?
SR 38 (2. Stock)
Was?
In meiner jüngst erschienenen Publikation „Homoerotik und Hebräische Bibel“ (http://www.diplom.de/katalog/arbeit/12237) werden alle homoerotischen Texte der Hebräischen Bibel im Rahmen von Rezeptionsästhetik (LeserInnen haben einen Einfluss auf Interpretationsresultate) und Intertextualität diskutiert und zusätzlich unterschiedliche queere Lesarten vorgestellt. In diesem Workshop fokussiere ich auf die Textstellen, die Frauen betreffen.

Gender im Blick – Geschlechterkonstruktionen in Kunstmuseen und im öffentlichen Raum

Wer?
Petra Unger
Wo?
HS V (1. Stock)
Was?
Ausgangspunkt:
Die Erkenntnisse der feministischen Geschichts- und Kunstgeschichtsforschung der letzten Jahrzehnte ergeben:
Frauen haben zu allen Zeiten Kunst/Geschichte geschrieben und gestaltet. Ihre Leistungen sind jedoch nach wie vor nicht in derselben Weise sichtbar wie jene von Männern. In den Museumsräumen und dem öffentlichen Raum werden Geschlechterstereotypen mitunter re/produziert und verfestigt.
Gender im Blick
Einmal den Blick geschärft lässt sich erkennen, dass
…in den traditionellen Kunstmuseen die Namen der dargestellten Frauen häufig nicht erwähnt werden, obwohl sie bekannt sind.
…Bildbeschriftungen Klischees der Frauen und Männerrollen verfestigen.
…Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen als „nicht-hinterfragbar“ gelten, denn (so wird behauptet) : „Kunst ist geschlechtsneutral“.
…Denkmäler, Gedenktafeln und Verkehrsflächenbenennungen zu fast 90 % Männern gewidmet sind.
…Frauenfiguren im öffentlichen Raum meist nur allegorische Bedeutung haben und kaum historische Frauen repräsentieren.
Wie nun diese Phänomene erkannt und wie damit kreativ in einer wissensvermittelnden Situation umgegangen werden kann, damit beschäftigt sich der Vortrag „Gender im Blick“.

Der Vortrag
Der Vortrag setzt sich mit einer Bestandsaufnahme der erwähnten Phänomene anhand praktischer Beispiele aus diversen Wiener Museen und Denkmalsformen des Wiener öffentlichen Raumes auseinander. Parallel dazu wird erläutert wie in der Vermittlung Genderthemen aufgegriffen und im Dialog veraltete Stereotypen dekonstruiert werden können.

Und es gibt sie doch! Frauen, die einparken und Männer, die zuhören können

Wer?
Christina Pernsteiner
Wo?
SR Lessingsstraße
Was?
Inhaltliche Schwerpunkte
-) Einblick in der Frauen- und Geschlechterforschung
-) Darstellung der Geschlechter in den Medien
-) Auseinandersetzung mit populärwissenschaftlichen Theorien
-) Reflexion der eigenen Geschlechterrolle