§ 1: Name und Sitz des Vereins

(1) Der Verein führt den Namen „FreundInnen der Frauenuniversität – Graz“

(2) Der Sitz des Vereins liegt in Graz, die Vereinstätigkeit erstreckt sich hauptsächlich auf Graz, aber auch darüber hinaus.

(3) Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.

§ 2: Zweck

(1) Der Verein ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und dient ausschließlich gemeinnützigen Zwecken. Der Vereinszweck ist die Organisation, Ermöglichung und Förderung von feministischen- und genderspezifischen Projekten in den Bereichen der Kultur, Bildung, Wissenschaft und Politik, insbesondere der Organisation und Dokumentation einer Frauenuniversität.

§ 3: Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

(1) Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

(2) Als ideelle Mittel dienen

- Tagungen
- Konferenzen
- Seminare
- Workshops
- Vorträge
- Kunstprojekte
- Publikationen
- Vernetzungstreffen und Feste

(3) Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch

- Subventionen
- Schenkungen und Vermächtnisse
- Unkostenbeiträge, Erträge aus Festen und Veranstaltungen
- Förderbeiträge der Fördernden Angehörigen des Vereins
- Sonstige Zuwendungen und Einnahmen

Die Mittel des Vereins dürfen nur zu Zwecken verwendet werden, die durch die Satzung festgelegt sind.

§ 4: Arten der Vereinsangehörigkeit

(1) Die Angehörigen des Vereins gliedern sich in ordentliche und fördernde Vereinsangehörige.

(2) Ordentliche Vereinsangehörige können juristische sowie physische, jedoch aufgrund des Vereinszwecks nur weibliche Personen sein. Fördernde Vereinsangehörige können sowohl juristische wie physische Personen sein, die einen jährlichen Förderbeitrag in der Höhe von 500,- Euro leisten. Sie werden zu den Hauptversammlungen eingeladen, sind aber nicht stimmberechtigt.

§ 5: Erwerb der Vereinsangehörigkeit

(1) Über die ordentliche Vereinsangehörigkeit entscheidet das Plenum in einer einstimmigen Entscheidung. Dafür ist es notwendig, dass interessierte Personen an drei Plena teilnehmen. Innerhalb dieser Zeit sind die Personen nicht stimmberechtigt. Am dritten Plenum kann die Person darüber befinden, ob sie als aktive Angehörige dem Verein beitreten möchte. Die letztendliche Entscheidung liegt beim Plenum, welches über die Teilnahme einstimmig entscheidet. Ohne Angabe von Gründen ist es möglich die Vereinsangehörigkeit abzulehnen. Dabei ist es nicht möglich dies beim Schiedsgericht vorzubringen.

§ 6: Beendigung der Vereinsangehörigkeit

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.

(2) Der Austritt muss dem Plenum schriftlich mitgeteilt werden, ordentliche Vereinsange-hörige müssen den Austritt innerhalb einer einmonatigen Frist bekannt geben und sind bis dahin zur Einhaltung der Verbindlichkeiten dem Verein gegenüber verpflichtet, sowie zu einer ordnungsgemäßen Übergabe.

(3) Der Ausschluss kann vom Plenum wegen Verletzung der Pflichten von Vereinsangehöri-gen erwirkt werden. Dazu ist eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.

(4) Fördernde Vereinsangehörige werden für 12 Monate ab Einlangen des Förderbeitrages Vereinsmitglieder. Die Mitgliedschaft endet ohne die Notwendigkeit einer weiteren Erklärung nach einem Jahr mit Ablauf des Monats, in welchem im Vorjahr der Förderbeitrag beim Verein einlangte.

(5) Die Mitgliedschaft juristischer Personen endet mit deren Auflösung.

§ 7: Rechte und Pflichten der Vereinsangehörigen

(1) Vereinsangehörige sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und diese mitzugestalten.
(2) Fördernde Angehörige des Vereins sind berechtigt Veranstaltungen zu besonderen Bedingungen zu besuchen (insbesondere deklariert öffentliche Veranstaltungen, Veranstaltungen, die auch an einen gemischt-geschlechtlichen InteressentInnenkreis ausgeschrieben sind, und Kooperationsveranstaltungen mit anderen Vereinen und Organisationen).

(3) Vereinsangehörige sind berechtigt, vom Koordinationsausschuss die Ausfolgung der Statuten zu verlangen.

(4) Mindestens ein Zehntel der Vereinsangehörigen kann vom Koordinationsausschuss die Einberufung einer Hauptversammlung verlangen.

(5) Die Vereinsangehörigen sind in jeder Hauptversammlung vom Vorstand über die Tätig-keit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren. Wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder dies unter Angabe von Gründen verlangt, hat der Koordinationsausschuss den betreffenden Vereinsangehörigen eine solche Information auch sonst binnen vier Wochen zu geben.

(6) Die Vereinsangehörigen sind vom Koordinationsausschuss über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) zu informieren. Geschieht dies in der Hauptversammlung, sind die Rechnungsprüferinnen einzubinden.

(7) Die Vereinsangehörigen sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu för-dern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten.

§ 8: Organe des Vereins

Organe des Vereins sind das Plenum (§ 9), die Hauptversammlung (§ 10, 11), der Koordinati-onsausschuss (§ 12, 13), die Rechnungsprüferinnen (§14) und das Schiedsgericht (§ 15).

§ 9: Plenum

(1) Das Plenum ist das Beschluss fassende Organ für laufende Vereinsarbeit. Es setzt sich aus den ordentlichen Vereinsangehörigen zusammen. Mindestens zwei Tage vor dem Termin muss schriftlich (d.h. auch per elektronischer Mail) für das Plenum eingeladen werden.

(2) Es obliegt dem Plenum Vereinsangehörige aufzunehmen oder bei Handlungen, die nicht im Sinne des Vereins sind oder diesem Schaden zufügen, Vereinsangehörige auszuschließen (2/3 Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten). Dazu ist es notwendig, dass zumindest 3 ordentliche Vereinsangehörige beim Plenum anwesend sind.

(3) Das Plenum findet mindestens vier Mal im Jahr statt.

(4) Die Enthebung einer Koordinatorin oder des gesamten Koordinationsausschusses obliegt dem Plenum.

§ 10: Hauptversammlung

(1) Die Hauptversammlung ist die „Vereinsangehörigenversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Sie muss mindestens einmal pro Jahr stattfinden. Außerdem können außerordentliche Hauptversammlungen stattfinden.

(2) Die Hauptversammlung wird durch den Koordinationsausschuss mindestens 2 Wochen vorher schriftlich (d.h. auch per E-Mail) angekündigt. Tagesordnungspunkte, die von al-len Vereinsangehörigen eingereicht werden können, müssen bis maximal 3 Tage vor dem Termin der Hauptversammlung dem Koordinationsausschuss mitgeteilt werden.

(3) Wenn mindestens 1/10 der Vereinsangehörigen dies verlangt, muss der Koordinationsausschuss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen.

(4) Rechnungsprüferinnen können bei Verdacht auf schwere Mängel bei der Finanzgebarung durch den Koordinationsausschuss selbst eine Hauptversammlung einberufen oder den Koordinationsausschuss auffordern eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen.

(5) Bei Rücktritt oder Enthebung des gesamten Koordinationsausschusses wird die außeror-dentliche Hauptversammlung durch das Plenum einberufen.

(6) Die Beschlussfähigkeit ist dann gegeben, wenn mindestens 51 Prozent der wahlberech-tigten Vereinsangehörigen anwesend sind. Ist diese zu Beginn der Hauptversammlung nicht gegeben, muss eine halbe Stunde gewartet werden. Danach ist die Hauptversammlung ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.

(7) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Hauptversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Folgende Punkte müssen von der Hauptversammlung durch eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten abgestimmt werden:

a) Abstimmung über eine Änderung der Statuten
b) Freiwillige Beendigung der Vereinstätigkeit
c) Bestätigung oder Abwahl des von einem Teil des Plenums enthobenen gesamten Koordinationsausschusses
d) Abstimmung über die finanzielle Gebarung des Vereins

(8) Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt eine Koordinatorin. Wenn alle Koordinatorinnen verhindert sind oder enthoben wurden, führt eine durch einfache Mehrheit gewählte Vereinsangehörige den Vorsitz.

(9) Es wird ein Protokoll geführt, in dem alle Tagesordnungspunkte vorkommen, die ord-nungsgemäße Einladung und die Tagesordnung werden beschlossen sowie die Beschlussfähigkeit festgestellt.

(10) Der letzte Punkt der Tagesordnung ist der Punkt „Allfälliges“, unter dem allerdings keine Beschlüsse gefasst werden können.

(11) Etwaige Anträge auf Aufnahme von Punkten in die Tagesordnung können jedoch auch noch während der Sitzung vor der Abstimmung über die Tagesordnung eingebracht werden.

§ 11: Aufgaben der Hauptversammlung

Der Hauptversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

a) Abstimmung über Satzungsänderungen (2/3 Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten)
b) Beschluss über die freiwillige Auflösung des Vereins (2/3 Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten)
c) Beschluss über die Finanzgebarung, die vom Koordinationsausschuss in Anwesenheit der Rechnungsprüferinnen vorgelegt werden muss.
d) Wahl der Koordinatorinnen für zwei Jahre, wobei alle ordentlichen Vereinsangehörigen das aktive und passive Wahlrecht innehaben(einfache Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten).
e) Wahl der Rechnungsprüferinnen für zwei Jahre (einfache Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten).
f) Beschlussfassung über Statutenänderungen
g) Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

§ 12: Koordinationsausschuss

(1) Der Koordinationsausschuss besteht aus mindestens drei natürlichen Personen weibli-chen Geschlechts, die von der Hauptversammlung für eine Funktionsperiode von zwei Jahren gewählt werden. Jede Funktion im Koordinationsausschuss ist persönlich aus-zuüben.

(2) Eine Koordinatorin, die seit 4 Jahren in Folge die Funktion für einen Bereich übernom-men hat, kann nicht für dieselbe Funktion wiedergewählt werden.

(3) Die Koordinatorinnen führen die Geschäfte des Vereins und vertreten ihn nach außen.

(4) Die Tätigkeit der Koordinatorin erlischt bei Tod, Rücktritt, Absetzung durch die Hauptversammlung oder Ende der Funktionsdauer.

(5) Der Koordinationsausschuss wird von den Koordinatorinnen gebildet und trifft sich regelmäßig. Die Termine der Treffen sind durch das hiezu bestimmte Mitglied des Koordinationsausschusses sämtlichen übrigen Mitgliedern mindestens 1 Tag vor dem Stattfinden des Termins schriftlich bekannt zu geben. Die Übermittlung an eine gültige E-Mail-Adresse genügt, wobei für die Gültigkeit ihrer E-Mail-Adressen die Vereinsangehörigen selbst Sorge zu tragen haben.

(6) Der Koordinationsausschuss ist ermächtigt als Ganzes zurückzutreten.

(7) Bei Rücktritt bzw. bei Absetzung aufgrund gravierender vereinsschädigender Tätigkeiten ist das Plenum befugt die Koordination einer durch einfache Mehrheit gewählten ordentlichen Vereinsangehörigen zu übertragen, muss allerdings die Wahl bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung nachträglich genehmigen lassen. Die Absetzung darf nur erfolgen, wenn eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten am Plenum dafür erzielt wird.

§ 13: Aufgaben des Koordinationsausschusses

Der Koordinationsausschuss führt die Geschäfte des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und die einzelnen Koordinatorinnen vertreten den Verein nach Außen. Dem Koordinationsausschuss kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

(1) Der Finanzplan des Vereins muss von den Koordinatorinnen erstellt werden und zu-mindest bei der Hauptversammlung sowie den Rechnungsprüferinnen vorgelegt werden. Wenn 1/10 der Vereinsangehörigen es verlangen, muss binnen 4 Wochen Auskunft über die finanzielle Gebarung des Vereins gegeben werden. Der Koordinationsausschuss hat die Aufgabe die erforderlichen Unterlagen bei den Rechnungsprüferinnen vorzulegen.

(2) Einberufung der Hauptversammlung und abwechselnde Führung der Protokolle.

(3) Schriftliche Ausfertigungen und Bekanntmachungen des Vereins, insbesondere Urkun-den, Verträge, Förderansuchen sowie Finanzansuchen sind von mindestens zwei Koordinatorinnen zu unterzeichnen.

(4) Der Koordinationsausschuss ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß eingeladen wurde und mindestens drei Koordinatorinnen anwesend sind. Für die Beschlussfassung ist eine 2/3 Mehrheit der Koordinatorinnen erforderlich.

(5) Das Plenum ist ermächtigt bei vorliegender grober Vereinsschädigung durch den Koordinationsausschuss diesen als Ganzes zu entheben, bis zu dem Zeitpunkt in dem die Hauptversammlung über die Rechtmäßigkeit der Enthebung entscheidet. Das Plenum lädt in diesem Fall zur außerordentlichen Hauptversammlung ein.

§ 14: Rechnungsprüferinnen

(1) Es sind mindestens zwei Rechnungsprüferinnen zu bestellen. Diese müssen unabhängig und unbefangen, können jedoch Vereinsangehörige sein.

(2) Sie werden von der Hauptversammlung für zwei Jahre gewählt und können bis zu zwei Mal wiedergewählt werden.

(3) Den Rechnungsprüferinnen obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rech-nungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Koordinationsausschuss hat den Rechnungsprüferinnen die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüferinnen haben dem Koordinationsausschuss und dem Plenum über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

§ 15: Schiedsgericht

(1) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.

(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsangehörigen zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Koordinationsausschuss eine Vereinsange-hörige als Schiedsrichterin schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Koordinationsausschuss binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits eine Vereinsangehörige des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Koordinationsausschuss innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichterinnen binnen weiterer 14 Tage eine dritte ordentliche Vereinsangehörige zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagene das Los. Die Angehörigen des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Hauptversammlung und des Plenums – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.

(3) Bei Anwesenheit von mindestens 51 Prozent der Vereinsangehörigen entscheidet das Schiedsgericht nach bestem Wissen und Gewissen durch einfache Mehrheit. Die Bestim-mungen des Schiedsgerichts sind vereinsintern endgültig und ermöglichen keinerlei Berufung oder Einspruch.

§ 16: Freiwillige Vereinsauflösung

(1) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Hauptversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

(2) Über die Finanzmittel des Vereins bestimmt im Falle der Auflösung ausschließlich die Hauptversammlung. Das vorhandene Vereinsvermögen muss nach der Abdeckung der Passiva einem ähnlichen Verein zugute kommen, der ebenfalls gemeinnützig ist und ähnliche Zwecke verfolgt.