Tagesprogramm Samstag, 24. Mai

  • 9.30-10.00h Info Workshops, Morgen Jour fixe & Frühstück
  • 10-13h Workshops
  • Mittagessen Volksküche des Infoladens Salzburg/Selbstversorgung
  • 15-18h Workshops
  • 19.30h Frauenfest im Jazz:it
  • Jazzit
    Elisabethstrasse 11, 5020 Salzburg
    open stage! Musikerinnen, die die Bühne bespielen wollen, sind herzlich willkommen.

Workshopzeiten können sich ev noch verschieben! Aushänge im Tagungsbüro/Infopoint Sala Terrena beachten. Anmeldung vor Ort beim „Einchecken“.

Workshops Vormittag

Workshops Nachmittag

Workshops Vormittag

Akinola Eren: Symbole – individuell/traditionell

HS 210, 2. Obergeschoß
Wie verstehen wir Symbole? Gibt eine allgemein/global verständliche Bildsprache? Welche Symbole erkennen wir auf Salzburger Kunsthandwerk in der Zeit der Gotik. Welche Zusammenhänge
sind mit den Symbolen der Ashanti aus Ghana erkennbar?…

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Blachfellner Maria & Furch Stefanie & Hofer Reingard & Nagel Martina: Theater der Unterdrückten

HS 213, 2. Obergeschoß
Fortsetzung vom Freitag Nachmittag!

Es geht darum dich selbst kennen zu lernen, dich zu spürn.
Es geht darum dein Umfeld aus einen neuen Perspektive zu betrachen.
Es geht darum Ungleichverhältnisse und Probleme aus dem Alltag darzustellen und neue Umgangsweisen dafür zu finden..
.. und es geht darum einfach Spaß zu haben.

Wir arbeiten mit Theatermethoden von Augusto Boal, welche uns alle zu aktiven Akteurinnen machen und uns versuchen lassen, Hierarchien zu erkennen, zu spüren und vielleicht neu mit ihnen umzugehen…

Referentinnen:

  • Blachfellner, Miriam
  • Furch, Stefanie
  • Hofer, Reingard
  • Nagl, Martina

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Dietl Claudia: Die Dekonstruktion der Schachtel

HS 205, 1. Obergeschoß
Zur räumlichen Produktion der Geschlechterverhältnisse und vice versa. Wie schlagen sich die Geschlechterverhältnisse heute in der Gesamtheit des physischen Raums nieder? Wie verknüpfen sich beider Wandel miteinander? Es soll versucht werden, einen Denk- und Handlungsraum – aus feministischer Sicht -zu erschließen, der es ermöglicht, Körper und Raum nicht (mehr) als Objekte zu denken, sondern die „biologisch individuierten Körper“ und „physischen Gegenstände“ nicht als etwas ohnehin existierendes zu sehen, sondern als Effekte von Raumproduktion. Vorgestellt werden soll u.a. der Raumbegriff, der „Raum“ als Prozess sozialer (feministischer) Aushandlungspraktiken begreifbar machen will.

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Hintersteiner Maria & Presch Hedwig: krankgeredet – krankverwaltet

HS 211, 2. Obergeschoß
Psychosoziale Funktionen des Ausstiegs aus der Erwerbsarbeit: Die Proaktiven Arbeitslosen.

Wir werden den Workshop mit einer kritischen Sichtung wissenschaftlicher Arbeitslosenuntersuchungen einführen. Anschließend ergänzen wir unsere Forderung nach Überwindung der Forschungshegemonie (Gleichschaltung von Forschungsinteresse, selektive Rezeption) durch Gegenberichte und eine Würdigung methodischer Ansätze, welche die Fähigkeit der Arbeitslosen zur konstruktiven Anpassung und Verarbeitung von biographischen Umbrüchen, ihre Strategien zur Gesundheitserhaltung und Selbstorganisation in den Vordergrund stellen.

Schlagworte und fakultative Schwerpunkte:

  • Grundeinkommen: Kreative Eigenarbeit oder doch nur „putzen, sorgen, pflegen“.
  • Selbstorganisation: wir genehmigen uns einen weiteren Arbeitsbegriff
  • gesellschaftliche Teilhabe um jeden Preis oder Organisation der Exklusion
  • Schäden erzwungener Beratung / Betreuung / Beschulung
  • Plastikwörter: „active“ oder „productive ageing“ – eine Ausweitung der Sozialschmarotzer-Innendebatte auf die PensionistInnen?
  • Es war einmal eine feministische Erwachsenenbildung
  • welche Nischenstrategien sind für Zwangsbeglückerinnen in AMS-Maßnahmen möglich? Vernetzung und theoretische Verortung

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Krejs Dominika: ‚Turning on – Making of‘ -Public Sex als queer-feministische Aneignungsstrategie heteronormativer Räume und Strukturen?

HS 214, 3. Obergeschoß
Welche Möglichkeiten werden durch sexuelle Praxen abseits der heterosexuellen Zweierbeziehung geschaffen? Es soll überlegt werden welche Räume und Rahmenbedingungen für die Konzeption
von Sexparties, Cruising etc. geeignet sind. Einladungspolitiken dazu stehen ebenso zur Diskussion wie „szenebedingte“ (ausbaufähige?) Gegebenheiten und Liebes-, Beziehungsvorstellungen sowie die Kommunikation darüber. Wie wird Geschlecht, Sexualität und Begehren durch bestimmte Möglichkeitsräume hergestellt?

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Markom Christa: Anti-Rassismus & -Sexismus

HS 203, Erdgeschoß
Sich überschneidende Unterdrückungssysteme wie Rassismus und Sexismus spielen in unserer Gesellschaft auf den Ebenen Repräsentation, Struktur und Identität eine entscheidende Rolle. Im Workshop wird den Teilnehmerinnen anhand von Inputs, Gruppenarbeiten und Diskussionen die Möglichkeit gegeben diese und andere -Ismen analytisch aber auch praktisch zu erarbeiten um in weiterer Folge gemeinsam Handlungsoptionen zu erarbeiten.

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Workshops Nachmittag

Amann Ingrid: Schreiben

HS 210, 2. Obergeschoß
Die Frau steht mehr denn je am Schnittpunkt politisch-öffentlicher und privat-individueller Identität.
Dieses Symbol Frau erarbeitet die Gruppe über Frauen-, Männer oder Amtssprache inform von Märchen, Kurzgeschichten, Kurzdrama, Essay, fokussiert auf das hier und jetzt. Zur Einpassung erfolgt eine Entspannungs- bzw. Meditationsübung: auf Wunsch werden selektive Wortbilder zur Kanalisierung der Thematik und Schrift geboten.

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Berghold Barbara “Capoeira”

HS 213, 2. Obergeschoß
Was ist Capoeira? Capoeira ist ein Kampftanz der in Brasilien während der Sklavenzeit als Widerstand gegen Rassismus, Unterdrückung und Sklaverei entstanden ist. Damals trainierten die Sklaven Capoeira als Möglichkeit, sich im Nahkampf zu verteidigen, und tarnten ihr Training, da es natürlich verboten war, als Tanz. So entwickelte sich die Capoeira als eine kreative Kombination aus Kampfsport, tänzerischen Elementen, Akrobatik, Musik und vor allem viel kraftvoller Energie. Heute ist die Capoeira für Frauen und Männer ein Weg, sich selbst zu entdecken und weiterzuentwickeln, zu trainieren, die kraftvolle Energie der Capoeira zu spüren und zu lernen, dass es sehr oft auf ganz andere Dinge ankommt als auf körperliche Kraft und Größe.
Erklärung der Methode: Capoeira ist zunächst ein Kampfsport, indem es jedoch nicht darum geht, den oder die andere “zu schlagen”. Das Capoeira Spiel ist vielmehr ein flüssiges Miteinander, mal schneller und härter und mal langsamer und verspielter, wobei es jedoch immer darum geht, Freude am Spiel, dem Miteinander und der Bewegung zu haben. Es ist ein Frage-Antwort Spiel, wo jede und jeder sich selbst über den eigenen Körper ausdrückt und seinen oder ihren ganz persönlichen Stil findet.
Für den Workshop sind keinerlei Voraussetzungen nötig! Alle sind willkommen!

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Buchinger Birgit & Lugstein Teresa: Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen – Feministische Reflexionen

HS 211, 2. Obergeschoß, weiterer Gruppenraum Foyer vor HS 211
Zu Beginn dieses Workshops steht ein Input, in dem die Moderatorinnen verschiedene Schwerpunkte aufgreifen:

  • Feminismus und Behinderungen
  • Gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen und Lebenswelten von Frauen mit Behinderungen
  • Frau-Sein mit Behinderungen – ein kompliziertes Verhältnis?
  • Wer oder was macht behindert?
  • Handlungsperspektiven für eine gesellschaftliche Gleichstellung

Im Anschluss an den Input erfolgt die Auseinandersetzung mit diesen Themen in Kleingruppen, wobei persönliche Erfahrungen einfließen können. Eine Plenumsdiskus
sion schließt diesen Workshop ab.

Ziele: Wissensbasierte Sensibilisierung zum Thema, Reflexion, Förderung des Dialogs
Zielgruppen: Alle Frauen

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Gerlich Nicole: Ist Erfolg unmoralisch? Ethik in der Wirtschaft.

HS 202, Erdgeschoß
Es gibt viiele Gründe, die an der Einkommensschere ziehen….Noch immer – so scheint es teilweise – fällt es Frauen schwer mit dem Thema Geld „umzugehen“. Nicht was das ausgeben betrifft – wie polemische Zungen lästern, sondern eher dabei, eine angemessene Entlohnung für geleistete (Erwerbs)Arbeit zu verhandeln, einzufordern und zu erhalten. Dieser Umstand beruht ebenso auf strukturellen Ungleichgewichten liegen wie auf die kommunikative und strategische Bereitschaft und Möglichkeit die eigene Leistung und Zeit verhandlerisch selbstbewusst zu optimieren. Den Blick auf die eigene „Bilanz“ gerichtet, warten „Genderfallen“ darauf erkannt und umschifft werden.

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Hauser Kornelia: Frauen-Struktur-Macht: Das vergeschlechtliche “unternehmerische Selbst”

HS 212, 2. Obergeschoß
Der Zusammenhang von Leiden und Befreiung (die berühmte Verelendungsthese) ist umstandslos schon länger nicht mehr haltbar, da er kollektive oder gruppenbezogene bewusste Verhältnisse zu den Verhältnissen unterstellte. Das Bewusstsein von Differenz und Leiden setzt nicht die Herauslösung aus der Verstrickung ingang. „Denn auch auf gesellschaftlicher Ebene ist nicht mehr erkennbar, inwiefern gesellschaftliche Widersprüche noch eine produktive Dynamik freisetzen; statt dessen verkümmern sie zu bloßen Gegensätzen, zum Paradox, zur Ungereimtheit, und auch das individuelle Leben führt unter Umständen nur noch immer tiefer in weiteres Leiden hinein.“ (Rosemarie Boenecke).
Ich möchte in dem Workshop aus den soziologisch gut erfassbaren neuen Anforderungen an ein neokapitalistisches Selbst, das zu Recht auf den Begriff des „unternehmerischen Selbst“ zu bringen ist, (vgl. z.B. die Forschungsgruppe um Ulrich Bröckling oder Boltanski u. Chiapello: Der neue Geist des Kapitalismus aber auch die neueren Arbeiten von Richard Sennett und Andre Gorz) auf ihren impliziten Bildungsbegriff hin untersuchen. Alle Anforderungen sind de-kontexualisiert, werden eher als Vereigenschaftung von Verhältnissen denn als Aneignung, Kompetenz und Haltung gefasst; Entwicklungen die mit einem kritischen Bildungsbegriff unvereinbar sind. Das m.E. Gefährliche an diesen Vergesellschaftungsanforderungen ist ihre Enthistorisierung und explizite Ent-Geschlechtlichung: sowohl das Individuum erfährt sich nicht biografisch historisch, als auch nimmt es seine Zeit kaum mehr historisch bewusst wahr. Diese Anforderungen werden in Begriffen der vormaligen westlichen Befreiungsbewegungen gefasst, indem Freiheit, Gruppe, Transparenz, Emanzipation, Kreativität, Eigensinn, Flexibilität und Mobilität usw. explizit benannt und in den Kontext der erfolgreichen Selbst-Vermarktung gestellt werden.
Wenn die Frage ins Zentrum gerückt wird, wie die Ideologie beschaffen ist, die das Engagement für den Kapitalismus rechtfertigt, kann die Hypothese lauten, dass für die öffentlichen Bildungsdebatten und -prozesse ganz unverhohlen Bildung selbst eine Rechtfertigung darstellt und der Ein- und Ausschluß von Bildungsprozessen fehlendes bzw. vorhandenes Engagement mit artikuliert (von daher sind „Schuldzuschreibungen“, die die Lebensführung des sog. Prekariats betreffen so „plausibel“). Im Workshop wird der feministische Widerstand gegen solche Zumuten zum Gegenstand werden.

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Hermann Cathrin: Arbeit und Frauen: Ein Blick zurück.

HS 205, 1. Obergeschoß
In diesem Workshop soll der Mythos der „guten alte Zeit” einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Ausgehend von einer anfänglich ständisch organisierten Gesellschaft, die durch Mangel geprägt war, wird die Arbeitssituation der vorindustriellen mitteleuropäischen Bevölkerung untersucht um in einem zweiten Schritt auf die Industrialisierung und damit der Ausbildung von Klassen einzugehen. Die Leitfragen sind dabei: Wie lebten und arbeiteten Frauen in der Zeit vor der Industrialisierung? Wie mobil waren sie und wer war für die Betreuung von Kindern zuständig? Wie veränderte sich der Arbeitsalltag und das Alltagsleben von Frauen durch die zunehmende Herausbildung von Manufakturen und Fabriken? Wieso übten Industriegebiete eine so große Anziehungskraft auf Frauen und Männer aus?
Neben diesen interessanten Fragestellungen drängt sich jedoch auch die Frage auf „was blieb gleich?“ Hat sich durch die Industrialisierung die Bewertung der von Frauen geleisteten Arbeit wirklich so verändert, wie das heutzutage zumeist angenommen wird? Änderte sich der Zugang von Frauen zu bezahlter Arbeit oder können hier nicht weiterhin wirksame Ausschlussmechanismen verzeichnet werden?
Gemeinsam wird eine Quellenauswahl besprochen werden, wobei notwendige Hintergrundinformationen durch kurze Einführungen gegeben werden.

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Irl Ute: Schnuppertrommeln auf original Ur-Ton Trommeln

HS 203, Erdgeschoß
Trommeln ist Lebensfreude, Herzlichkeit, aktive Meditation und altersmäßig uneingeschränkt. Auf unseren Trommelworkshops erlernt jedeFrau in spielerischer Art & Weise einfache Rhythmen, die leicht nachvollziehbar sind und sich mit jeder Spielart vereinen lassen. Das UR-TON® Trommelspiel hilft, aus dem verstandlichen Alltag leichter herauszukommen und die Gefühlswahrnehmung
anzuheben, um eben in „Balance“ zu kommen. Das klassische „hand to hand“ Spiel und die speziellen UR-TON® Rhythmen sind Garantie für jede Menge Spaß und Unterhaltung.
Wie das geht? Komme einfach zu einem „Schnuppertrommeln“ ! Denn Worte können nur andeuten und umschreiben, wie UR-TON Trommeln klingen und wirken!

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Krenn Rosi: Frauen und Krieg

HS 214, 3. Obergeschoß
Workshop der Arge Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung
Als Söldnerinnen des Patriarchats bezeichnet die Friedensforscherin Astrid Albrecht-Heide Frauen, die sich als Soldatinnen den militaristischen Komponenten des herrschenden Systems eingliedern. In diesem Workshop geht es um die Rollenangebote, mit denen Frauen im Heerschafts-Wesen konfrontiert werden, um Widerstandsformen und -möglichkeiten, die bereits vorhanden sind, sowie um die Entwicklung eigener Handlungspotentiale um aus dem Kreislauf des Gehorsams auszubrechen und einen eigenen bewussten Weg zu wählen. Raus aus der Gewalt – Her mit dem schönen Leben !!!

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Molzbichler Daniela: Women Empowerment

Konferenzraum, 1. Obergeschoß und HS 206, 1. Obergeschoß
The main ideas in this workshop are
(1) Culture and Culture Dominaton,
(2) Power and Power Asymmetries,
(3) Gender and Empowerment.

We will discuss how those three themes are locked together. The chief attention is given to Gender and empowerment. You will get some theoretical inputs and also some practical examples how to deal with different cultural values, Power Asymmetries,Gender and Empowerment.

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Kastl Leni
Eingeschlechtlichkeit als Antwort auf den patriarchalen Normalzustand
Der Wolf und die Witwen

Eine Strömung der deutschsprachigen Lesbenliteratur der 1980er Jahre

Mit der Erzählung „Die Witwen“ (1980) dachte Christa Reinig den Wunsch eines Lebens ohne Männer konsequent weiter: Was wäre, wenn ein Virus alle Männer hinwegrafft? Andere Autorinnen sahen sich dadurch inspiriert, das Thema unterschiedlich zu bearbeiten.
Ich möchte diese Literatur vorstellen, mit der damaligen politischen Realität in Beziehung setzen und schließlich mit den Themen der Gegenwart vergleichen.