Programm Freitag, 23. Mai 2008

  • 9.30-10.00h Info Workshops, Morgen Jour fixe & Frühstück
  • 10-13h Workshops
  • Mittagessen Mensa/Volksküche des Infoladens Salzburg/Selbstversorgung
  • 15-18h Workshops
  • 19.30h Filmabend im HS 230, Kapitelgasse 4, 5010 Salzburg

Workshopzeiten können sich ev noch verschieben! Aushänge im Tagungsbüro/Infopoint Sala Terrena beachten. Anmeldung vor Ort beim „Einchecken“.

Workshops Vormittag

Workshops Nachmittag

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Workshops am Vormittag

Fedorowicz Hania:Dialogfertigkeiten

HS 202, Erdgeschoß
Konfliktlösende Dialogformen sind ein Werkzeug der Gegenwart und Zukunft. Dennoch
sind Dialoge selten. Statt auf einander zu hören, wird oft aneinander vorbei geredet oder finden parallel sich ausschließende Monologe statt?
Ziele des Workshops: Dialogfähigkeiten kennen lernen und ausprobieren; sich selber und andere im Dialogprozess erleben, entdecken, verstehen; Dialog im interkulturellen
Zeitalter und Rücksicht auf Identitätsbedürfnisse zu konzipieren.

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Kimm Susanne & Mair Maria: Feministische Theorien – Eine Einführung

HS 210, 2. Obergeschoß
Theorie funktioniert nicht ohne Praxis – und umgekehrt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit
wollen wir in diesem Workshop einen Aufriss feministischer Theorie erarbeiten.
In einem kurzen Input werden zentrale Konzepte und Begriffe vorgestellt. Danach werden anhand von Textausschnitten unterschiedliche Aspekte feministischer Theoriebildung und politischer Praxis diskutiert. Der Workshop richtet sich an alle, die sich einen Überblick über die Thematik verschaffen und verschiedene Ansätze diskutieren wollen.

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Kronberger Silvia: Gendermedizin: bessere Gesundheitschancen für Frauen? Und Männer?

HS 209, 2. Obergeschoß
Erkenntnisse der Gendermedizin (mit Schwerpunkt Frauen) aus aller Welt sollen dargestellt und diskutiert werden. Welche
Ergebnisse gibt es? Was könnten für die Zukunft interessante Forschungsfelder sein? Wo befinden sich „Blinde Flecke?“
„Geschlecht“ als Schwerpunkt medizinischer Forschung. Zur Workshopgestaltung: Vortrag, Diskussion, Gruppenarbeit, spielerischer Zugang zum Thema.

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Meikl Barbara & Modl Nicole: Frauen machen Radio

HS 211, 2. Obergeschoß
Achtung: WS-Fortsetzung während der nächsten FFU-Tage!
Erstellung einer Radiosendung und technische Einführung

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Michaelitsch Gabriele: Geschlechter Ökonomie

HS 212, 2. Obergeschoß am Vormittag und Nachmittag.

Geschlechterökonomie Workshop ganztags – Fortsetzung am Nachmittag von 15-18 Uhr!

Deregulierung führte am Arbeitsmarkt zu verstärkter geschlechtlicher Segregation. Der Arbeitsmarkt zerfällt zunehmend in einen männlich dominierten „Kernarbeitsmarkt“ und einen weiblichen marginalisierten Arbeitsmarkt, in dem atypische – meist prekäre – Arbeitsverhältnisse vorherrschen: Etwa 85 % aller Teilzeitbeschäftigten und über 70 % aller geringfügig Beschäftigten in Österreich sind Frauen. Sie sind überwiegend mit hoher Arbeitsplatzunsicherheit, niedrigen Löhnen, fehlenden Aufstiegschancen, schlechten Arbeitsbedingungen und mangelnder sozialer Sicherheit konfrontiert.
Dass die Schere zwischen Frauen- und Männereinkommen wieder aufgeht, überrascht folglich wenig. Eigenständige Sicherung durch Erwerbsarbeit wird vor allem für Frauen
zunehmend erschwert, die damit verbundene ökonomische Ungleichheit der Geschlechter
aber von Sozialsystemen immer weniger abgeschwächt. Auf Erwerbsarbeit beruhende Transfers ermöglichen Frauen oft keine unabhängige Existenzsicherung. Es kommt zu Feminisierung von Armut und sozialer Polarisierung, deutlich mehr Frauen als Männer sind armutsgefährdet, viele von ihnen als „working poor“.
Einkommensschere, „Gläserne Decke“, Prekarisierung und „working poor“ – und vor allem deren vielfältige Verknüpfungen – stehen im Zentrum des Workshops, der, kurzen
Impuls-statements folgend, Raum für Diskussion von Entwicklungen, Hintergründen
und Folgen der genannten Phänomene im neoliberalen Kontext bietet.

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Nentwich-Bouchal Rosa & Rasul Fanny: Frauen machen Musik

HS 203, Erdgeschoß
Ziel des Workshops ist es, die Lust auf die Ausdrucksmöglichkeiten, die Musik ermöglicht, zu wecken. Durch Texte formulieren wir unsere zentralen Aussagen, begleitende Melodien und Geräusche transportieren die damit verbundenen Gefühle und Gedanken, die schwer in Worte zu fassen sind. Musik berührt und betrifft Über diese Betroffenheit können wir unsere politischen Räume fühl- und vorstellbar machen. Je greifbarer wir unsere Ideen formulieren können, umso mehr Kraft haben wir, um sie umzusetzen.
Wer sich noch an kein Instrument getraut hat: Ran an Gitarre, Bass, Klavier und Schlagzeug! Wir lernen nicht die Tonleiter, sondern hören, wann unsere Melodien sich steigern müssen, versuchen rauszukriegen, wann wir beruhigende Atmosphäre, wann wilde Emotion brauchen und wir sprechen, singen, flüstern und schreien, was aus unserem Kopf raus in die Welt will!
Es werden: Instrumente ausprobiert, Gesangsübungen vorgestellt, Liedtexte geschrieben und Lieder komponiert/arrangiert und ausprobiert.

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Szalai Elke: Die eigene Mobilität – feministisch und planerisch betrachtet

HS 213, 2. Obergeschoß
Themenfeld Mobilität als wesentlicher Aspekt für ein selbstbestimmtes Erwerbsleben. Die gängige Verkehrsplanung und Mobilitätsforschung blendet den Alltag von bestimmten Menschen bislang größtenteils aus. Diese Alltage betreffen immer noch meist Frauen, die neben ihrer Erwerbsarbeit mehrheitlich Versorgungsarbeiten für andere Personen . Kinder, andere Mitglieder eines Haushalts, ältere Personen . leisten. Besonders in ländlichen Regionen mit schlechter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz wird es für Frauen beinahe unmöglich Versorgungsarbeit und Erwerbsarbeit ohne große Belastung oder Abhängigkeit vom (eigenen) PKW zu verbinden.
Die feministische Verkehrsplanung weist darauf seit vielen Jahren hin. Durch den Aspekt Gender Planning wird nun auch in der Verkehrsplanung Druck gemacht Mobilitätserhebungen
und die Entwicklung von Mobilitätsangeboten differenzierten Alltagen anzupassen, die ja nicht ausschließlich Frauen betreffen. Im Workshop sollen Einblicke in die gängige Verkehrsplanung und Mobilitätsforschung gegeben werden und diese mit dem eigenen Alltag, dem eigenen Unterwegs Sein und den eigenen Ansprüchen an Mobilitätsangebote der Teilnehmerinnen in Verbindung gebracht werden.
Die thematische Einbettung in das Feld der feministischen Verkehrsplanung sowie Aspekten des Gender Plannings weisen auf Ansatzpunkte für Veränderungen hin. In einem Vortrag und in Gruppenarbeiten werden unterschiedliche Themen behandelt, der Workshop soll auch zur Sensibilisierung der Teilnehmerinnen beitragen.

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Wernegger Beate & Mariosol: Welche Perspektiven kann der Sozialismus den Frauen bieten?

HS 205, 1. Obergeschoß

  • Geschichte und Richtungen der Frauenbewegung
  • Die sozialistische Frauenbewegung
  • Frauenbefreiung im revolutionären China: Als Anregung und Diskussionsgrund lage für den anschließenden Workshop werden ausgewählte Beispiele vorgestellt.

Anschließend: Diskussion zum Thema und über die Fragestellung für den Workshop.

Hypothese: Die Revolution hat bereits stattgefunden, und die Frauen – mit unterschiedlichem Hintergrund – haben nun die Möglichkeit, ihre Lebenssituation ihren Bedürfnissen
entsprechend eigenständig zu gestalten: je nach Wunsch die Wohnumgebung, die Arbeitsumgebung o.ä. Die Teilnehmerinnen übernehmen dabei unterschiedliche Rollen (entweder ihrer eigenen Lebenssituation entsprechend oder aber auch fiktiv).
Bei der Planung ihrer zukünftigen Lebenssituation bringen sie ihre Kompetenzen ein. Die Fähigkeiten und die Arbeit der Frauen erfahren in der herrschenden Gesellschaftsordnung
oft geringe Anerkennung, weil sie zum großen Teil nicht mit Geld entlohnt werden, und Geld ist die einzige Anerkennung, die das kapitalistische System kennt. Doch gerade die typischen Tugenden der Frauen, die in der kapitalistischen Gesellschaft die Ursache ihrer Unterjochung sind, stellen eine wichtige und unentbehrliche Kraft für den Aufbau des Sozialismus dar. Ziel: Das Ziel des Workshop ist es, die eigenen Kompetenzen zu erkennen und die Frauen anzuregen, die Begrenzungen der herkömmlichen Denkweisen zu überwinden es zu wagen, eine neue befreite Gesellschaft
zu denken.
Bei Interesse kann der Workshop am Nachmittag fortgesetzt werden!

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(weitere) Workshops am Freitag nachmittag

Ambrosch Heidi: Reden wir übers Leben, unsere feministischen Utopien… Was ist für uns ein gutes Leben?

HS 210, 2. Obergeschoß
An die faktischen Bestandsaufnahmen auf der letzten Frauenfrühlingsuni in Wien 2007 (die ich kurz zusammengerafft darstellen werde) anknüpfend möchte ich im Workshop einen Raum schaffen, der es uns ermöglicht, unser Denken von sogenannten Sachzwängen der Realpolitik abzukoppeln. Ich möchte eine Reise durch unsere Phantasien starten, wie denn das gute Leben, das wir uns vorstellen, gemeinsam denkbar wäre und welche Handlungsoptionen sich uns dabei auftun? Ein m.E. neu zu belebender Aspekt dieser Diskussionen ist die Politik des Sexuellen.
Eine Fortführung des Workshops am Samstag Vormittag ist falls von den Teilnehmerinnen gewünscht möglich, vielleicht entsteht auch ein Beitrag für eine Aktion im öffentlichen Raum?
Denn eines beschäftigt mich in all meinem Tun: was folgt daraus, praktisch-politisch?

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Blachfellner Maria & Furch Stefanie & Hofer Reingard & Nagel Martina: Theater der Unterdrückten

HS 213, 2. Obergeschoß

Fortsetzung des Workshops am Samstag Vormittag!

Es geht darum dich selbst kennen zu lernen, dich zu spürn.
Es geht darum dein Umfeld aus einen neuen Perspektive zu betrachen.
Es geht darum Ungleichverhältnisse und Probleme aus dem Alltag darzustellen und neue Umgangsweisen dafür zu finden..
.. und es geht darum einfach Spaß zu haben.

Wir arbeiten mit Theatermethoden von Augusto Boal, welche uns alle zu aktiven Akteurinnen machen und uns versuchen lassen, Hierarchien zu erkennen, zu spüren und vielleicht neu mit ihnen umzugehen…

Referentinnen:

  • Blachfellner, Miriam
  • Furch, Stefanie
  • Hofer, Reingard
  • Nagl, Martina

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Graf Gudrun: Yin-Tao – Qigong für Frauen

HS 203, Erdgeschoß
Schon im alten China befassten sich die Frauen mit speziellen Übungen zur Steigerung der Lebenskraft. Einfache Techniken, die sich mit dem weiblichen Körper und seiner Seele befassten wurden uns durch die Ahninnen übertragen und haben in den letzten Jahren ihren Weg zu uns in den Westen gefunden.
Heute ist unser Alltag oft von Angst und Anspannung geprägt. Was sollen alte taoistische Praktiken da ändern, fragt sich die moderne, skeptische Frau! Über die Frage, ob Sexualität etwas mit Vergnügen zu tun hat ist sie (aufgeklärt wie wir sind) hinaus – doch was hat sie mit Gesundheit zu tun?
Warum sind die taoistischen Übungen für Frauen gut?
Praktiken, wie z.B. „Heilenden Hände“ die bei der Bauch- und Brustmassage in Einsatz kommen, sind eine Form von angewandtem Qigong! Gekoppelt mit bewussten atmen können sie Menstruations- oder Wechseljahrbeschwerden lindern. Von Kopf-, Rücken- oder Rheumaschmerzen, emotionalen Blockaden bis zu chronischen Krankheiten verschaffen die Übungen Linderung. Ziel der Übung ist, die Energie wieder frei fließen zu lassen. Dann kann der Bauch zur Quelle der Selbstheilung werden. Fasziniert finden wir uns im Einklang mit unseren Gefühlen!
Ungehinderter Energiefluss – Schlüssel zu einem gesunden Leben!
Qigong bedeutet also das Erlernen einer praktischen Energielehre, welche unsere Entwicklung auf körperlichen, emotionalen und geistigen Ebene fördert. Als Ziel: Selbstverantwortung und Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung von Kreativität und Lebenslust!

Referentin:
Gudrun G. Graf Dipl. Qigong- und Tao-Lehrerin

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Lalemi Adebisi: Kick off: Weekly Groups for Women. Offerning Counselling and Advice

HS 211, 2. Obergeschoß
Weekly Groups for Women. Offering Counselling and advice. Bei Interesse Fortsetzung des Workshops am Samstag Vormittag!

Topics will include:
A Eating Disorders and related Problems
B Body Image C. Depression
D Relationships
E Children and Motherhood.

There will be a General introduction to the issues sourrounding, each of the topics.At the end of each introduction an open forum for discussion and questions , is encouraged Part 3 will be a demonstration of how the groups will work,discussing the group rules etc. Women can also take part in a group which will take place towards the end of the workshop. Also this is a forum to view related literature and,organisations offering support,
Our Motto will be ‘we must come together to support each other. Women have always done this.It is not healthy to think that we can manage our lives all by ourselves,because we know that this can be an impossible task.’

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Voglmayr Irmtraud: No wrinkles, no age? Altersbilder in den Medien

HS 202, Erdgeschoß
Wir werden uns in diesem Workshop zunächst mit feministischen Positionen zum Thema „Altern“ (Beauvoir, Friedan etc.) beschäftigen. Anschließend werde ich einige Untersuchungsergebnisse
aus drei verschiedenen Studien (Thimm, Hellmich, Voglmayr) präsentieren, die sich mit weiblichen medialen Altersdarstellungen und –diskursen auseinandersetzen. Gemeinsam werden wir dann in Arbeitsgruppen geschlechtliche Medienrepräsentationen – Texte und Bilder – im Hinblick auf Alterswahrnehmungen, Charakteristika, Weiblichkeitskonzeptionen, Altersklischeevorstellungen analysieren. Für diese Gruppenarbeit ist es wünschenswert, wenn die TeilnehmerInnen konkretes Bild- und Textmaterial aus Medien/Werbung/Literatur/Musik einbringen oder zumindest
im Kopf haben.

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Zobl Elke: Grrrl Zines: Feministische Magazine zum Lesen und Selbermachen

HS 214, 3. Obergeschoß
Nach einer Einführung in die Welt der feministischen Zeitschriften und der Grrrl Zines mit vielen Beispielen vor Ort, werden wir gemeinsam ein Zine produzieren!
Ein paar Inspirationen unter: http://grrrlzines.net/

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