Im Rahmen der FFU 2008 präsentieren wir euch in der Sala Terrena (Erdgeschoss) die Fotoausstellung von Nicole Gerlich. Im Foyer Arbeitsrecht und Sozialrecht (Infocafé, 1. Stock) sind die Tafeln der Frauenfotos der Ausstellung „Mein Österreich“ zu sehen.

Fotoausstellung NICOLE GERLICH
„Alles ist Wirklichkeit – Seelenbühnen“

Schaufensterpuppen sind symbolbeladene Abbilder unserer Wirklichkeit. Sie repräsentieren einerseits die vielen gesichts- und namenlosen Menschen unserer Zeit – die abbröckelnde Jugend, die Nichtakzeptanz der Andersartigen, die Spannungen zwischen Zeitgeist und Establishment, das ummauerte ICH. Mit ihrer oberflächigen Schönheit, ihren exzentrischen Posen und geheimnisvollen Blicken machen die Puppen auf sich aufmerksam. Sie verweisen auf eine zeitlose Schönheit und Erotik, und sie zeigen die Unergründlichkeit, die verspiegelten Hintergründe, der unterschiedlichsten Charaktere auf.

„Grelle Farben tragen mich durch einsame Wege“ (Haiku: Eva Pap)

Die Salzburger Fotokünstlerin Nicole Gerlich ist mit diesen facettenreichen Puppen in österreichischen und deutschen Schaufenstern in einen zweijährigen Dialog getreten und hat sie im Wechselspiel von Licht und Schatten, in natürlich-situativer Spiegelung und in unterschiedlichen Perspektiven mit ihrer Kamera als „one shot“ – also ohne jede weitere digitale Bildbearbeitung – eingefangen. Begleitend zur Ausstellung gibt es einen umfassenden Werkkatalog. Das Sujet von Schaufensterpuppen erlaubt naturgemäß viele Interpretationen. Eine davon kommt von der Salzburgerin Eva Pap (Galerie PAP ART, Salzburg, Bergstrasse). Sie hat die insgesamt fünfzig Bildfotografien von Nicole Gerlich in stimmige Haikus eingebettet.

Mag.a Nicole Gerlich, künstlerische Aus- und Weiterbildung u.a. bei Roger Palmer (Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg). Sie ist beeidete Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin (www.quintax.at) in Salzburg. Nicole Gerlich steht Ihnen jederzeit gerne für eine persönliche Führung durch die Fotoausstellung zur Verfügung. Kontakt: n.gerlich@quintax.at oder ++43-662-64 66 68-0.

Ausstellung „Mein Österreich“

Menschen mit Migrantenerfahrung haben Österreichs Geschichte geprägt und gestalten seine Gegenwart mit.

In „Mein Österreich“ schildern 20 Personen unterschiedlichster Herkunft ihre Eindrücke und Erfahrungen aus ihrer zweiten Heimat.

Mein Österreich: Die Ausstellung
Otriche man – benim Avusturiam – Austria mea – mein Österreich – moja Austria –
Die Ausstellung, die im Rahmen des Gedankenjahrs 2005 erarbeitet wurde, stellt Menschen mit Migrationserfahrung in den Mittelpunkt und spürt ihren individuellen Geschichten als Teil österreichischer Geschichte und Gegenwart nach. Im öffentlichen Diskurs findet die Tatsache der kulturellen Vielfalt und Unterschiedlichkeit Österreichs wenig Beachtung oder sie wird vorrangig als Problem bzw. Konfliktpotential bewertet. Dennoch ist es Faktum: Österreich ist multikulturell. Menschen mit Migrationserfahrung haben in großem Ausmaß zur österreichischen Geschichte beigetragen und gestalten Österreichs Gegenwart mit. Ihre Erfahrungen sind Teil unserer Identität. Ihre Leistungen in allen Arbeitsbereichen tragen zum wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Reichtum dieses Landes bei. Eben jene Dimension österreichischer Identität wird bewusst in den Mittelpunkt dieser Ausstellung gestellt.
20 Porträttafeln: (während der FFU 2008 sind die 10 Frauenporträts ausgestellt)
In 20 sozialfotografischen Portraits von Markus Zeiler werden Menschen unterschiedlichster Herkunft und Migrationsgeschichte vorgestellt. Ihr Lebensmittelpunkt ist Österreich. Bei den Fotosessions, in denen die Porträts entstanden, wurden von ProjektmitarbeiterInnen intensive Gespräche mit den porträtierten Personen geführt. Diese Gespräche sind in zusammengefasster Form in dem begleitenden Bildband zur Ausstellung veröffentlicht.
20 Collagen:
Den Portraits stehen in der Ausstellung Fotos gegenüber, die von den Porträtierten selbst gemacht wurden und die deren persönliches Österreich-Bild zum Ausdruck bringen. Markante Aussagen über Österreich spiegeln ihre Erfahrungen mit dem Land und seinen Menschen. Weiters enthalten die Collagen einige Informationen zur porträtierten Person.

Projektdaten:
Projektleitung: Josef Mautner und Yvonne Prandstätter
Fotografie: Markus Zeiler
Begleitung und Gesprächsführung: Georg Gruber, Josef Mautner, Yvonne Prandstätter, Elisabeth Rummel, Maria Sojer-Stani, Christian Wallisch-Breitsching, Maria Wimmer.
Grafik: Anita Schnöll
Projektträger: „Mein Österreich“ ist ein Projekt der Katholischen Aktion Salzburg (Bereiche „KA in Gemeinde & Arbeitswelt“ und „Jugend“), sowie der Plattform für Menschenrechte.

Informationen auf
http://www.sozialmarie.org/admin/documents/023MeinOesterreich.pdf