Frühstück

Jeden Tag von 9 – 10 Uhr gibt es im Infocafé gratis Frühstück!

Vormittag (10 – 13 h):

Pausenprogramm:

Nachmittag (15 – 18 h):

Ganztags:

Beschreibungen:

Entstehung der Fristenlösung

Wer?
Johanna Dohnal
Wann?
Montag, den 02.04. von 10 bis 13 Uhr
Was?
Frauen waren in der Vergangenheit ihrer Biologie mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert. Tatsächlich fanden Frauen jedoch zu allen Zeiten Mittel und Wege, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden. Allerdings gingen sie dabei enorm hohe Risiken ein. Vor allem Frauen der unteren Sozialschichten riskierten bei einem Schwangerschaftsabbruch unter Umständen ihre Gesundheit und oft sogar ihr Leben. Im Unterschied zu begüterten Frauen, für die es gegen entsprechende Bezahlung sehr wohl Möglichkeiten gab, einen Schwangerschaftsabbruch unter akzeptablen Rahmenbedingungen in einer Privatordination oder Privatklinik vornehmen zu lassen, war es für Frauen aus einfachen Verhältnissen höchsten erschwinglich, von einer so genannten Engelmacherin einen Abortus einleiten lassen. Dies geschah zumeist unter primitiven Bedingungen, oft auch unsachgemäß. Und in steter Sorge, entdeckt zu werden.
Als die SPÖ 1971 zum ersten Mal in der Geschichte über eine absolute Mehrheit im Parlament verfügte, gab es damit auch erstmals die reale Chance, die Abtreibungsgesetze zu liberalisieren. Justizminister Christian Broda legte noch im gleichen Jahr ein Gesetzesentwurf zur Änderung des Strafrechtes und damit auch zur Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs vor. Dieser Gesetzesentwurf beinhaltete eine Indikationen-, nicht aber eine Fristenregelung. Das heißt, unter bestimmten Umständen, so genannten Indikationen, sollte der Schwangerschaftsabbruch straffrei gestellt werden. Die katholische Kirche wurde umgehend aktiv. Sie bildete ein Aktionskomitee, die „Aktion Leben“, die gegen den geplanten „Mord an ungeborenem Leben“ Großdemonstrationen, Unterschriftensammlungen und schließlich ein Volksbegehren organisierte. Teilen der sozialdemokratischen Frauenorganisation hingegen war die geplante Indikationenregelung damals bereits zu wenig liberal. Diese Frauen waren – auch aufgrund des Engagements der autonomen Frauenbewegung – hellhörig geworden gegen jegliche Art der Bevormundung. Sie wollten selbst entscheiden, ob ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wird oder nicht, und nicht irgendeinen Arzt oder eine staatliche Kommission darüber entscheiden lassen. Sie setzten sich ein für eine Fristenregelung, also für eine Regelung, die den Frauen erlaubte, während einer bestimmten Frist ohne Angabe von Gründen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Die Befürworterinnen der Fristenregelung waren letztlich erfolgreich.
1973 wurde die Fristenregelung im Parlament allein mit den Stimmen der SPÖ beschlossen. Mit Jahresbeginn 1975 trat die Fristenregelung in Kraft.Seither kann in Österreich eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Monate straffrei abgebrochen werden. (Danach nur noch aufgrund medizinischer Indikation). Voraussetzung für einen Schwangerschaftsabbruch ist eine vorhergehende ärztliche Beratung und die Durchführung durch einen Arzt oder eine Ärztin. ÄrztInnen können sich aus Gewissensgründen jedoch weigern, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen. Bis heute wird jedoch die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs von konservativen und katholischen Kräften immer wieder in Frage gestellt.

Feministische Medien

Wer?
Saskya Rudigier, Lea Susemichel (an.schläge. Das feministische Magazin)
Wann?
Montag, den 02.04. von 10 bis 13 Uhr
Was?
Welche Möglichkeiten der Herstellung feministischer (Gegen-)Öffentlichkeiten gibt es? Welche Medien eignen sich wofür? Geht es bei der Herstellung dieser Öffentlichkeiten nur um die Sichtbarmachung feministischer Positionen oder auch um eine Veränderung der Kommunikationsmittel selbst?

frauen+zeit+schrift – schreib- und performanceworkshop

Wer?
Daniela Beuren, Martina Sinowatz (grauenfruppe)
Wann?
Montag, den 02.04. von 10 bis 13 Uhr
Was?
Fortsetzung vom Sonntag

„Teatro é conflito, luta, movimento, transformacao.“ (Augusto Boal); Impro und Forum- Theater Workshop

Wer?
Cornelia Adam, Johanna Delago
Wann?
Montag, den 02.04. von 10 bis 13 Uhr
Was?
Fortsetzung vom Samstag

Verkettung Haus/Pflege/SexArbeit – Wiederspiegelung weiblicher/migrantischer Prekarität

Wer?
Luzenir Caixeta (maiz)
Wann?
Montag, den 02.04. von 10 bis 13 Uhr
Was?
Ziel des Workshops ist eine Auseinandersetzung mit der ungebrochenen Kontinuität-Diskontinuität der Reproduktionsarbeit in Bezug auf neue Lebensformen. Der kontinuierliche Abbau des Sozialsystem sowie der Aushandlungsprozess in den Privathaushalten finden in einem postkolonialen Kontext statt, der von Technologien der Rassifizierung und Ethnisierung geprägt ist (Gutiérrez Rodríguez). Sozialabbau und Haushalte sind daher auf ihre geo-politische Eingebundenheit in der aktuellen Asyl- und Migrationspolitik und deren Auswirkung auf die Arbeitsmarktpolitik hin zu analysieren. Des Weiteren gehen wir von einem Wandel der materiellen Arbeit zur immateriellen Arbeit aus: die bezahlte Arbeit verbindet sich mit der unbezahlten Arbeit und formt einen neuen und kontinuierlichen Kreislauf weiblicher und migrantischer Prekarität, der sich in der Verkettung der Haus-, der Pflege-, und der Sexarbeit widerspiegelt. Die Reproduktion fließt in die Produktionsarbeit ein und umgekehrt. Die neue Organisation und Qualität der Arbeit schöpft aus kreativen, affektiven und intellektuellen Tätigkeiten. Affektive Arbeit wird in Verbindung zu emotionaler Arbeit gesetzt, um nicht die Trennung zwischen Reproduktions- und Produktionsarbeit zu betonen, sondern deren Verschmelzung. Ein Aspekt, den Feministinnen bereits in den 1980er Jahren unter dem Begriff der emotionalen Arbeit diskutiert haben. Durch die Deregulierung von Arbeitszeiten und durch die Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen nimmt die Verschmelzung dieser zwei Bereiche zu, und wird nun auch außerhalb des feministischen Diskurses wahrgenommen. Hardt und Negri fassen diese Fusion unter dem Begriff der »immateriellen Arbeit«, die sie als dominante Arbeitsform im Postfordismus wahrnehmen. Gleichzeitig weisen sie auf die Kommerzialisierung »immaterieller« Produktion von Wissen, Information und Affekten hin. Uns interessiert in Anlehnung an diese Begrifflichkeit vor allem die Auseinandersetzung mit affektiver Arbeit in Bezug auf neue Lebensformen und Perspektiven.

Vorsicht freie Dienst- und Werkverträge

Wer?
Elisabeth Rolzhauser (ÖGB)
Wann?
Montag, den 02.04 von 10 bis 13 Uhr
Was?
Immer mehr Menschen sind am heutigen Arbeitsmarkt mit atypischer und prekärer Beschäftigung konfrontiert. Viele, die in diesen Verhältnissen arbeiten, gehen davon aus, dass es Rechte und Pflichten gibt, vor allem, dass gesetzliche Schutzbestimmungen vorhanden sind. Es gibt zwar gesetzliche Regelungen für freie Dienstverträge und/oder Werkverträge. Dabei handelt es sich aber häufig um Pflichten und wenig Ansprüche. Sozialversicherungsrechtlich ist vieles zu beachten, arbeitsrechtliche Ansprüche gibt es keine bis wenig. Viele Unternehmen nützen die derzeitig schwierige Arbeitsmarktsituation – und auch das mangelnde Wissen darüber – aus und bieten in allen Bereichen sogenannte „Umgehungsverträge“ an; das bedeutet, eigentlich handelt es sich um ein echtes Dienstverhältnis und nicht um einen freien Dienstvertrag oder Werkvertrag.
Nähere Informationen über die Rechte und Pflichten, worauf man achten sollte, was frau tun muss, welche Vertragsklauseln besonders heikel sind, etc. werden wir im Workshop beleuchten. Beispiele aus der Beratungspraxis bringe ich mit.

Was werden wir wollen? Was wollten wir werden? Feminismen – Uni – Anti-Uni … und die Generationen/Brüche

Wer?
Hanna Hacker, Sabine Prokop, Renate Fleisch (Verband feministischer Wissenschafterinnen)
Wann?
Montag, den 02.04. von 10 bis 13 Uhr
Was?
Seit der ersten und der letzten österreichischen Frauensommeruni (1984/1990) scheinen sich die Selbst-Entwürfe feministischer „Denkerinnen“ bzw. Studentinnen sehr gewandelt zu haben. Hieß autonome Frauenbewegung nicht auch, Saboteurinnen der „patriarchalen“ Institutionen Uni und akademische Wissenschaftsproduktion werden zu wollen? Andererseits: das, was heute einigen möglich ist, nämlich sich an einer Perspektive feministischer „Junior“-Karrieren in der Wissenschaft zu orientieren, gab es „einstmals“ auch noch gar nicht und ist selbst Ergebnis frauenbewegter Kämpfe und Aushandlungen.
Widerständige feministische Bildungsansätze und universitätskritische Projekte bestehen weiterhin, es gibt Fraueninitiativen in den Unis selbst, an ihren Rändern, dazwischen oder ganz woanders, nicht zuletzt die Versuche des Verbandes Feministischer Wissenschafterinnen, in dem die Leiterinnen dieses Workshops daran arbeiten, „freie“ Wissenschafterinnen zu vernetzen und den „anderen“ Organisationsformen feministischer Wissenspraxen Rechnung zu tragen. Gleichzeitig existiert, mit all ihren Ambivalenzen, jene lange Geschichte der Institutionalisierung von Frauenforschung und Gender Studies, die eine gar nicht mehr im Detail erschöpfend kennen kann: universitäre Frauenforschungsplattformen, Institutionalisierungsinitiativen, die „alten“ Koordinationsstellen, die Diskussionen zur Gleichbehandlung, die ministeriellen Erhebungen & Evaluierungen, Curricula & „Anreizmodelle“, Module & Master, Professuren & Prekarisierung … Also jetzt: wie weiter? Was sind die Strategien, welche, wessen, wohin, wozu?
Im Workshop wollen wir Stationen und Erfahrungsräume skizzieren, die wir historisch und gegenwärtig wichtig finden, und mit den Teilnehmerinnen über Strategien des Zukünftigen reflektieren.Wir wünschen uns rege Teilnahme von „WissenschaftsaktivistInnen“ unterschiedlicher generationeller, geografischer, sozialer, politischer (usw.) Herkünfte!
Form: Inputs, Paneldiskussion, Workshopelemente

Lachyoga

Wer?
Claudia Schuss
Wann?
Montag, den 02.04. ab 14.00 Uhr (in der Mittagspause)
Was?
Hier treffen sich alle, die gerne einmal anders lachen wollen, denn hier wird ohne Grund gelacht, mit einfachen Yoga-Übungen. Vom Kleinkind bis zur Omama, alle sind eingeladen.

Aktionsplanung

Wer?
alle, die wollen
Wann?
Montag, den 02.04. von 15 bis 18 Uhr
Was?
Geplant ist, die FFU mit einer großen und feinen, kreativ-witzigen Aktion abzuschließen. Was das sein kann? Keine Ahnung – bis jetzt wissen wir nur: Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt – sei es Straßentheater, die (symbolische) Umbenennung von Straßen oder Gebäuden, eine Demonstration, oder was auch immer. Was genau am Ende der FFU geschehen wird, das soll aus der FFU heraus entstehen, dort geplant werden. Dazu haben wir den Montagnachmittag eingeplant. Hier sollen/können nun gemeinsam die Köpfe rauchen.
Die Abschlussaktion selbst wird dann Mittwoch am späteren Vormittag stattfinden, bevor wir dann zum Abschlussplenum gehen.

Fem-Jahrmarkt

Wer?
alle, die wollen
wo?
Im Infocafé
Wann?
Montag, den 02.04. von 15 bis 18 Uhr
Was?
Prinzipiell gibt es während der 5 Tage immer die Möglichkeit, nach Lust und Laune das Infocafé zu besuchen. Da wir allerdings davon ausgehen, dass die Frauen, welche zur FFU kommen, nicht nur im Infocafé sein wollen, sondern auch zu den Workshops gehen haben wir den Montagnachmittag auch zum Fem-Jahrmarkt erklärt. Dabei soll nichts verkauft werden, sondern zu diesen Zeiten, also zwischen 15 und 18 Uhr sollen alle Infostände auch besetzt sein, von den Frauen, die in den jeweiligen Organisationen tätig sind. Sei es um Fragen zu beantworten, Informationen weiter zu geben oder sich über den Tisch mit der Nachbarin zu vernetzen. Also ein Jahrmarkt, für gratis Informationen, die uns allen weiterhelfen.

Vernetz dich!

Wer?
alle, die wollen
Wann?
Montag, den 02.04. von 15 bis 18 Uhr
Was?Ein Anliegen der FFU ist es, dass sich die unterschiedlichen Frauen je nach Interesse treffen und vernetzen, ja vielleicht sogar neue Ideen entstehen und Projekte hier ihren Startpunkt nehmen. Daher haben wir Montagnachmittag dieser Vernetzung gewidmet. Dazu stehen die Workshop-Räume für Koordinationstreffen zur Verfügung. Die Initiative geht dabei von dir aus: Falls du gemeinsam mit anderen Frauen ein Projekt initiieren, gemeinsame Strategien entwickeln oder dich einfach nur zu einem bestimmten Thema – abseits des Programms – mit anderen austauschen willst, ist hier Gelegenheit dafür.

Um eine Vernetzungseinheit zu organisieren, fülle bitte ein Vernetzungs-Formular aus (liegen im Infocafé auf) und gib es bis spätestens Sonntagabend (bis 18:00, nach Möglichkeit früher) im Infocafé ab. Wir werden (nach Möglichkeit) für alle Vernetzungseinheiten Räume finden und diese ab Montag früh im Infocafé aushängen.

WEN DO – Workshop – Eingreifen gegen rassistische Gewalt

Wer?
Regionale WEN DO-Gruppe Wien
Wo?
FZ, 2. Stock
Wann?
Montag, den 02.04 von 10 bis 16 Uhr
Was?
Wir gehen von rassistischen Übergriffen im Alltag aus und lernen sie zu benennen und dagegen zu handeln – Kontakt aufnehmen, Gewaltverhältnisse in Frage stellen, rassistische Situationen beenden. Das Konzept dafür haben Frauen und Lesben aus autonomen feministische Zusammenhängen und im WEN DO entwickelt. Für Frauen und Lesben mit und ohne WEN DO-Erfahrungen.
Maximal 12 Teilnehmerinnen.
Telefonische Anmeldung bis 31.3.07, Tel.: 01-408 50 57 bzw. über das FFU-Anmeldeformular